Unternachts-Träume - Erzgebirgische Heimatblätter

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Unternachts-Träume

1927 > Januar 1927 > Nr. 2/1927

De Innernachts-Traam, wie oft hört mer dos,
die sei nett von ugefähr;
de Gungd natürlich - ne Alter voraus - sogt,
giht ner mit eiern Gemähr;
Un doch is dos gunge Volk - offen gesaht -
salbst neigieriger noch wie de Alt'n,
se denk'n für sich - un heucheln derbei -
wie ward sich de Zukunft gestalt'n?

Vom 1. heil'gen Ohmd bis zum huch'n neie Gahr;
jede Nacht zählt als Monat für sich.
Drimm sieht mer in där Zeit
in jed'n Traam ee außergewöhnlich's Licht.
Vor kurz'n erscht höret ich jemand erzehl'n -
ee Gahr is bald wieder rimm,
ich bie blus neigierig - mir hat wos getraamt -
ob dos aa wirklich kimmt.

Es war in d'r 12. Innernacht,
do kam dr Lotteriekollekteur,
där bracht mir de Nachricht vom gruß'n Luus,
wos mir zugefall'n wär.
Gespielt hot er nett - doch gehofft immerzu -
wos wahr wür' an dar Sach'.
Ja heit, do wüßt er's ganz genau -
de Kündigung - hätt's n gebracht.

M. Schreiber.


Nr. 2 - Sonntag, den 9. Januar 1927
Druck und Verlag von Friedrich Seidel, Buchholz i. Sa., Karlsbader Straße 21 - Fernruf 242 und 249


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