Das Feuerlöschwesen in Buchholz vor 160 Jahren (3) - Erzgebirgische Heimatblätter

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Das Feuerlöschwesen in Buchholz vor 160 Jahren (3)

1928 > Mai 1928 > Nr. 19/1928
11. Da hingegen der andere Bürgermeister, der Stadtschreiber, nebst dem Kämmerer und Gerichtsschreiber, wenn die Feuers-Gefahr groß würde, sich auf das Rathhaus begeben, und den eisernen Kasten, worinnen die alten Urkunden und Deposita befindlich, ingleichen die Gerichts-Bücher und Acta in Sicherheit bringen sollen.

12. Ferner sollen sechs bis acht Frey-Schützen, die von dem regierenden Bürgermeister ernennet werden, nahe um die Gegend, wo das Feuer ausgekommen, gestellt werden, und gute Aufsicht haben, damit Niemand, der nicht Wasser zuträgt, und löschen hilft, etwas entwenden, und sonst andern Unfug anrichten, oder Unordnungen anfangen möge.

13. Damit auch beym Wasserzuführen und Zutragen Niemanden Schaden zugefüget werden möge, sollen diejenigen Bürger, wo sie es vorbey führen, und gehen müssen, des Nachts Laternen zum Leuchten heraushängen.

14. Nicht minder sollen die Wasser, so viel wie möglich, in den Gassen an bequemen Orten mit Dämmen und Schutzbretern aufgefangen und gesammelt werden.

15. Besonders soll der Röhrmeister und sein Gesinde zu den Theilern und Röhr-Kästen ohne Verzug sich verfügen, und die Wasser, so viel wie möglich, an den Ort des Feuers schlagen, und durch ihre Nachläßigkeit einigen Mangel des Wassers nicht verursachen, ausserdem sie mit unnachläßiger Strafe beleget werden.

16. Wie denn auch sogleich beym Anfange einer Feuersbrunst, von dem regierenden Bürgermeister, acht bis zwölf Bürger beordert werden sollen, welche nebst den Kirchen-Vätern zur Kirch- und Schulwohnung eilen, das Feuer wohl beobachten, und mit Wasser versehen, und alle Gefahr und Unfall verhüten helfen sollen.

§. XI.
Von Haus- und Handwerks-Genossen und Tagelöhnern.

Den Hausgenossen,

Quelle: Erzgebirgische Heimatblätter Nr. 19 - Sonntag, den 6. Mai 1928, S. 2


Nr. 19 - v.  6. Mai 1928

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